Indischer Schmuck

Indien-Schmuckkunst

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Shiva-Auge – hübsche Anhänger bei Indien-Schmuckkunst

Donnerstag, August 5th, 2010

Turban- oder Kreiselschnecken (lat. Turbinidae) leben in bis zu 20m Meerestiefe und ernähren sich von Algenbewuchs, der auf Korallen oder Steinen wächst. Das Meerestier trägt zu Lebzeiten eine “Schutztüre”, das so genannte Operculum oder auch Shiva-Auge, welches das Leben des Tieres bei Angriffen dadurch schützt, indem es durch die Muskelkraft der Schnecke vor die Öffnung des Schneckenhauses gezogen wird.

Nach dem natürlichen Ableben des Tieres löst sich der Stein und wird als “Shiva-Auge” freigegeben. Besonders die in Thailand vorzufindenden Shiva-Augen bieten sich durch ihre hohe Qualität und intensive Farbgebung zur Weiterverarbeitung als Schmucksteine an.

Die Vorderseite zeichnet sich bei besonderen Stücken durch eine eindrucksvolle Farbenpracht aus, die markante Spirale befindet sich auf der Rückseite des Shiva-Auges und symbolisiert positive Energie. Es ist ein Schmuckstück zum Schutz vor bösen Kräften und wird ewig über seinen Träger wachen.

Indischer Shiva-Auge Silber Anhänger

Im Hinduismus ist das “Shiva-Auge” (Spirale) Symbol für das dritte Auge der Gottheit Shiva und Zentrum der Allwissenheit. Ein Zeichen des höheren Bewusstseins.
Shiva stellt den Sieg, über sein eigenes Ego und die Erreichung eines Zustandes der Vervollkommnung dar. In der göttlichen Trinität Brahma-Vishnu-Shiva ist Shiva der Zerstörer – doch auch Urheber neuer Schöpfung. Sein rechtes Auge verkörpert die Sonne und das linke Auge den Mond. Diese Augen zeigen seine Tätigkeit in der körperlichen Welt an und stellen das Mitleid und die Gerechtigkeit dar.

Bei Shiva-Augen handelt es sich um eine mit besonderer Struktur auskristallisierte Form von Aragonit. Ebenso wie bei echten Perlen ist dies ein Kalzium-Carbonat, das bei Shiva-Augen einen Härtegrad von 4 bis 4,5 erreicht. Die Farbgebung und -qualität des Aragonitsteines wird durch Farbpigmente von Algenteilchen bestimmt.

Aragonit regt die Empfindsamkeit an, wirkt ausgleichend und beruhigend auf das Allgemeinempfinden und mindert Nervosität und Müdigkeit. Auf verspannte Muskulatur, Gelenke, Gewebe  und Haut hat der Stein durch den hohen Kalziumgehalt eine sehr positive Auswirkung.

Am Strand angespülte Shiva-Augen sind meist mit Rissen und kleinen Löchern versehen und so zur Schmuckversarbeitung unbrauchbar. Deshalb ist es unabdingbar, die schönsten Exemplare vom Meeresgrund aufzutauchen.
Struktur und Seltenheit des Farbtons sind ausschlaggebend für den Qualitätsgrad. Einen enorm hohen Liebhaberwert erreichen solche Shiva-Augen, deren Spiralen sich gegen den Uhrzeigersinn drehen.
In feinfühliger und langwieriger Präzisionsarbeit mit speziellem Diamantwerkzeug wird der vorerst trübe Stein bearbeitet. Bis zu 20 Arbeitsschritte sind notwendig. Mit hochwertigem Sandpapier schleift man manuell, in fünf bis sechs immer feiner werdenden Stufen, die Federstruktur der Vorderseite und die Spirale der Rückseite hervor.

Was sind Trommelsteine?

Freitag, Juli 23rd, 2010

Indien-Schmuckkunst verkauft auch Trommelsteinarmbänder. Was sind den überhaupt “Trommelsteine”? Nun, Trommelsteine sind ganz einfach rohe Gesteinsbröckchen, die zusammen mit Wasser, Schleifpulver und einem Poliermittel in eine Stahltrommel gefüllt werden. Diese Rohzutaten werden über einen längeren Zeitraum hinweg “getrommelt”, das heißt, die Trommel rotiert, dadurch reiben sich die scharfen Ecken und Kanten einfach ab. Bei dieser Methode belieben die natürlichen Formen der Steine erhalten nur mit weichen Rundungen. Manchmal werden Trommelsteine auch “Handschmeichler” genannt.

Amethyst

Dienstag, Juni 16th, 2009

Amethyst

Seine Farbe ist so einmalig wie verführerisch, dabei soll doch gerade dieser Edelstein gegen Verführung schützen: Der Amethyst ist die Extravaganz in Violett.
Der Amethyst ist seit dem Altertum der beliebteste Quarz und wurde in fast allen Kulturen für Schmuckzwecke verwendet.
Die violette Farbe des Amethysts reicht von einem sehr hellen, leicht rosafarbenen bis zu einem sehr dunklen Violett.
Die Verteilung der Farbe im Kristall ist meist unregelmäßig.

Amethyst Mythologie und Geschichte

Der Name Amethyst kommt aus dem Griechischen: amethystos, was auf übersetzt soviel wie unberauscht, dem Rausche entgegenwirkend bedeutet. Man nahm an, dass der Träger eines Amethyst gegen die berauschende Wirkung von Wein immun sei.

Eine große Zahl weiterer Wunderkräfte werden dem Amethyst in den verschiedensten Kulturen nachgesagt. Er schützte Felder vor Stürmen und Heuschrecken, verlieh Kriegs- und Jagdglück, vertrieb böse Geister, beflügelte den Verstand.
Wie dem auch sei, es ist unbestritten, das der Amethyst mit seiner verführerischen Farbe, den Menschen schon seit Jahrhunderten begeistert.

Folgende Heilwirkungen werden dem Amethyst zugesprochen

Wie viele Heilsteine auch, wirkt der Amethyst schmerzlindernd. Er unterstützt die körperliche Regeneration, sodass Krankheiten schneller über werden können. Steinheiler beschwören die ernüchternde und reinigende Wirkung.
Mit dem Amethyst, kann der Träger Trauer besser überwinden. Außerdem soll der Amethyst gegen Alpträume wirken.
Der Amethyst ist der Monatsstein für Februar und wird dem Sternzeichen Fische zugeordnet.

Bildung und Fundorte

Der Amethyst ist eine violette Varietät des Minerals Quarz und entsteht hydrothermal bei einer Temperatur zwischen 100° und 250° C. Seine atemberaubende Farbe erhält der Amethyst durch Spuren von Eisen.
Die Härte 7, mäßige Lichtbrechung und das Gewicht hat der Amethyst mit den übrigen Quarzen gemeinsam, nur die Kristallstruktur ist verschieden. Zu einer Amethyst-Druse kommt es wenn ein Hohlraum mit Amethyst-Kristallen ausgekleidet wurde.
Amethyst-Vorkommen gibt es in Brasilien, Uruguay, Madagaskar, Russland, Österreich (Maissau) und Sri Lanka. (Europas größtes Amethystvorkommen befindet sich bei der niederösterreichischen Stadt Maissau).
Die schönsten Amethyst-Drusen kommen aus Brasilien.

Tipps

Ultraviolettes Licht in Diskotheken oder Heimsolariumanlagen sowie intensivesSonnenlicht auf längere Zeit bringt die Farbe in Unordnung. Auch plötzliche Temperaturwechsel können zu einem Farbverlust führen.